23.-29. September 2011

------------------------------------------------------------------------------------------
Samstag, 01.10.11:

Der letzte Tag in China begann unangenehm früh, weil wir das Bus-Shuttle um
7 Uhr zum Flughafen kriegen mussten. Auch wenn zwischenzeitlich Verwirrung bei uns ob des Abflugterminals aufgekommen war, wurden wir an der richtigen Stelle abgesetzt. Unsere Kisten waren noch da. Wie sich nach einigem Herumfragen herausstellte, mussten wir erst einchecken, bevor wir unser Zoll-Pfand zurück bekommen konnten. Die chinesische Lufthansa ist scheinbar deutlich freundlicher als die deutsche, denn wir mussten "nur" 350 Euro für unser Übergepäck bezahlen. Unter Aufsicht der Zollbeamtin gaben wir unser Gepäck auf und brachten die Kisten zur Sperrgepäck-Abgabe. Hier fiel lediglich wieder Kunzis Spraydose mit Reiniger negativ auf...

An der Zollabteilung im 4. Stock wurde dann unser Formular abgestempelt und wir wurden zum Zoll im 2. Stock geschickt, um unsere 500 Euro Pfand zurück zu bekommen. Dies entwickelte sich zu einer kleinen Odyssee, weil zunächst niemand am Schalter war. Etwas besorgniserregend dann, dass wir den Empfang des Geldes unterschreiben sollten, ohne es in den Händen zu halten. Es stellte sich dann heraus, dass wegen Feiertag die Bank heute erst um 10 Uhr öffnete. Zu dieser Zeit mussten wir aber schon mit Boarding beschäftigt sein (10:30 Abflug). Die Frage der jungen Zollbeamtin, ob wir denn nicht unseren Flug verschieben könnten, kann dann nicht ganz ernst gemeint gewesen sein...
Sie verstand nach unendlichen Telefonaten aber schließlich die Ausweglosigkeit der Lage und buchte von ihrem privaten Konto das Geld ab, um es uns zu übergeben.

Das war wieder einer der Punkte, die uns positiv überraschten und von der Freundlichkeit der Chinesen überzeugten. Es reichte noch für eine kurze Stärkung, bevor wir gerade noch rechtzeitig unseren Airbus A380 erreichten.
Ziemlich beeindruckend, in so einem großen Flieger zu sitzen. Und verblüffend leise...

Schlafen war aber aufgrund der Tageszeit nicht richtig möglich. Wir erreichten Frankfurt planmäßig um 14:40, wo wir von Werner, Rike, Manuela, Jonas und Simon abgeholt wurden. Überraschenderweise machte sich auch die andere Hälfte des Teams per Mietwagen nach Kirchheim auf. Dort erwartete uns eine Menge netter Leute, sogar die Oberbürgermeisterin von Kirchheim hatte es sich nicht nehmen lassen zu gratulieren! Ein großes Dankeschön für diesen Empfang! Der Punkt, an dem wir merkten, dass uns schon 19 Stunden in den Knochen steckten kam dann aber doch recht schnell und wir verabschiedeten uns.

Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass es sich absolut gelohnt hat, den etwas größeren Aufwand als üblich zu treiben. Schon wegen der kulturellen Erfahrungen, aber auch, weil diese WM vom Fliegen her eine der härtesten war, die ich bisher erlebt habe.
Ein großes Dankeschön an unseren Team-Manager Hansi. Ganz herzlichen Dank auch an alle Sponsoren und finanziellen wie moralischen Unterstützer!
Ohne sie wäre dieses Unterfangen nicht möglich gewesen.

Nächste Zeit werden wir wohl mit der Reparatur der vielen kleineren Kratzer an unseren Fliegern verbringen. Und freuen uns schon auf die kommende Saison, in der bestimmt alle alles noch besser machen wollen...

Bis die Tage, Andreas
------------------------------------------------------------------------------------------
Freitag, 30.09.11:

Wieder einmal war es der quasi perfekten Organisation von Jenny zu verdanken, dass wir pünktlich um 7 Uhr mit dem Bus zurück nach Jinan gefahren wurden. Diesmal bekamen wir bewusst mit, dass es über die dreispurige, verblüffend leere (ca. 5 Euro Maut) Autobahn ging.

Das Einchecken war problemlos und die Übergepäckgebühr von umgerechnet ca.
150 Euro wurde uns kulanterweise erlassen. Die brandneue Boeing von Shandong Airlines hatte wegen schlechten Wetters etwas Verspätung, was uns aber die Möglichkeit gab, nochmal Abschied von den Australiern und Südafrikanern zu nehmen.

In Peking angekommen, wurden wir von Hotelbediensteten abgeholt. Der Plan, die Zollgebühr schon heute zurück zu bekommen und die Kisten mit den Fliegern aufzugeben scheiterte leider daran, dass man die Zollformalitäten erst 3h vor Abflug erledigen konnte. Wir ließen die Kisten daher bei der Gepäckabgabe.

Den Nachmittag nutzten wir noch zur Besichtigung zumindest einiger weniger Orte in der Stadt. Es gelang, den Rest des Teams davon zu überzeugen, mit der Subway zu fahren. Und wie erwartet war das eine sehr interessante Erfahrung. Sehr gute Information über die aktuelle Position und Fahrtrichtung. Und für ca. 25 Cent kann man das gesamte Netz bis zum Verlassen des Subway-Bereiches nutzen. Erst am Abend wurde es auf einigen Strecken dann doch etwas voll. Wobei "Der Zug ist voll!" hier eine neue Bedeutung bekommt und wirklich kein Platz zum Einsteigen mehr bleibt...

Wir stattetem zunächst dem Olympiastadion (Vogelnest) einen Besuch ab. Eine riesige Anlage, auf der sich natürlich jede Menge Händler tummelten. Und die an einer Schnur aufgereihten Drachen waren nicht so uninteressant, so dass glaub ich alle von uns letztendlich mindestens zwei davon gekauft hatten.
Wer anfangs dachte, 25 RMB für einen davon sei ein guter Deal, wurde später oft eines besseren belehrt.

Mittlerweile dunkel geworden, ging's weiter zum Tian'anmen Square. Am nächsten Tag war chinesischer Nationalfeiertag, so dass hier schon ziemlich große Mengen von Menschen unterwegs waren. Es fehlte uns ein wenig Zeit und wir fanden auch nicht den richtigen Eingang, um noch die Verbotene Stadt zu besichtigen. Die Suche nach etwas Essbarem fand für die meisten profan bei McDonalds ein Ende, während ich mir nochmal Fleischbällchen-Suppe und einen Grillspieß von einem der vielen Stände in einer Ess-Passage gönnte. Die lebenden Skorpione verschmähte ich allerdings...

Der Rückweg zum Hotel wurde nochmal etwas spannend, weil wir dem uns nur diffus bekannten Ende des Subway-Betriebes um 22 Uhr beängstigend nahe kamen. Und auch, weil die Privat-Taxis für das letzte Stück uns die chinesische Fahrweise nochmal demonstrierten. Wenn man von den überfahrenen roten Ampeln und Tempo 90 innerhalb der Ortschaft (ausnahmsweise eher schneller unterwegs) absieht, war es aber sehr komfortabel und wir sind unversehrt angekommen ;-)
------------------------------------------------------------------------------------------
Donnerstag, 29.09.11:

Nach dem langen Abend gestern fiel das Aufstehen doch etwas schwer... Aber wir mussten nochmal zum Flugplatz und die Kisten mit unserem Windenequipment packen und zollfertig machen. Und außerdem stand noch auf dem Programm, Sponsorenfotos zu machen. Während wir das vor der Kulisse eines künstlerisch drapierten Felsblocks taten, hielten ein paar Chinesen an der Straße an und waren begeistert darüber, dass wir sie auch mit auf das ein oder andere Bild nahmen. Im Gegenzug erhielten wir sofort eine Flasche Hochprozentigen... Das ist nur ein Beispiel für das Interesse und die Gastfreundlichkeit, die wir hier erfahren haben.

Gegen 11:30 fuhren wir zurück zum Hotel und füllten unsere schon wieder hungrigen Mägen, um anschließend einen kleinen Bummel durch Laiwu zu machen.
Wir erkundeten ein RT-Mart-Einkaufszentrum und waren einfach beeindruckt von der Vielfalt der Waren. Vor allem die Lebensmittelabteilung hielt etliche nicht identifizierbare Sachen bereit - getrocknet, eingelegt, tot und lebendig!

Der Rest des Tages war überwiegend geprägt von schlagartig einsetzender Erschöpfung und viel Produktives schafften wir nicht mehr. So werden wir morgen um acht zum Flughafen gebracht werden, von wo aus unser Flieger nach Beijing geht. Wir hoffen, dass unser Gepäck auch ohne Schäden wieder zurück kommt. Wahrscheinlich wird es bis zum Samstag dauern, bis wieder etwas von uns zu hören ist.

Bis zum nächsten Mal, Andreas
------------------------------------------------------------------------------------------
Mittwoch, 28.09.11:

Wir durften heute ausnahmsweise eine Stunde länger schlafen. Wie vorhergesagt, hatte es über Nacht geregnet. Und auch während der Busfahrt zum Platz fielen noch unregelmäßig Tropfen. Wir warteten bis halb zehn und da der Regen schwächer wurde, fingen wir mit Streckenflug Runde 11 an. Nun hieß es aufpassen. Gleich in Gruppe 1 an der Reihe, hatte ich einen sehr guten Start und konnte dank perfektem Flug Tom Kiesling und Graig Goodrum eine Strecke abnehmen. Michi hatte gleich in der ersten B-Wende einen Verwender und gab leider wieder eine Strecke ab. Am spannendsten wurde es bei Andreas, der versuchen musste, seinen dritten Platz zu verteidigen. Kyle hatte seinen Strecken-1000er geholt und Kunzi musste gleichziehen. Mit guter Starthöhe und auch dank HDLs taktischen Ratschlägen gelang es ihm, eine Strecke vor Graig zu bleiben.

Genau am Ende des Streckenflugs fing es stärker an zu regnen. Wir machten jetzt Mittagspause, so dass wir sowieso warteten. Aber unterdessen wurde der Regen stärker und stärker. Mehrere Teammanager-Besprechungen wurden angesetzt und immer noch keine Änderung. Um 14 Uhr blieb Roman leider nichts anderes übrig als das Fliegen für beendet zu erklären.

Damit hatten wir leider keinen abschließenden Speed mehr und es blieb das Ergebnis des Vortages stehen. Es wäre zwar auch sonst sehr wahrscheinlich gewesen, aber das bedeutete, dass mein Vorsprung vor Martin erhalten blieb und Kunzi Dritter wurde. Für Kyle Paulson blieb knapp nur der vierte Platz, der eine Verwender wird weh tun. Die Teamwertung konnten wir haushoch vor Team USA gewinnen, welche wiederum ein gutes Stück vor Frankreich lagen.

Wir fingen noch ein wenig an, unsere Kisten zu packen, aber um 16 Uhr ging der Bus Richtung Hotel. Obwohl wir heute eigentlich nicht viel geflogen sind, waren doch alle total müde und schliefen praktisch sofort ein.

Danach ging's (eigentlich nur 200 m auf der anderen Straßenseite) weiter mit dem Bus zum Restaurant, in dem das Abendessen und die Siegerehrung der Laiwu Open stattfanden. Auch die offiziellen Helfer waren hier dabei und es war phantastisch, wie warmherzig wir empfangen wurden und was alles aufgetischt wurde. Dieses Bankett sprengte die mir bisher von WMs bekannten Grenzen. Die Chinesen kannten auch mit gefährlich hochprozentigen Getränken kaum Limits, was die Tschechen und Japaner sehr zu schätzen wussten. Aber irgendwie schafften wir es noch in den Bus zur Weiterfahrt zum Lake Xueye zur Siegerehrung.

Als wir dort nach kleiner Verirrung ankamen, waren wir einfach nur noch baff darüber, was sich hier anbahnte! Die Zeremonie war eingebettet in die Siegerehrung der CIAF. Aber nicht nur als kleiner Randpunkt, sondern quasi gleichwertig mit den Kunstfliegern und Fallschirmspringern in großer Leuchtschrift angekündigt. Ein riesiges Aufgebot an Polizei, jede Menge Journalisten und Fernsehkameras und viele Besucher. Das Programm war prall gefüllt mit verschiedensten Shows und künstlerischen Darbietungen. Es ist quasi genau der Staatsakt geworden, der zu erwarten war...

Den Abend ließen wir in der Hotel-Lobby mit extra für uns noch per Taxi beschafftem Alkohol ausklingen. Irgendwie waren wir zufrieden, aber doch einfach zu platt, um so richtig tiefgründige Gespräche zu führen. Das wird wohl später noch kommen...

------------------------------------------------------------------------------------------
Mittwoch, 28.09.11:

Eilmeldung aus China.

Endergebnis nach 10 Runden -->

1.) Andreas Herrig

2.) Martin Herrig

3.) Andreas Kunz

5.) Michael Seyfang

plus Mannschaftsweltmeister

Glückwünsche an das ganze Team. Heute Abend gibt es dann mehr.
Uli Trautwein

------------------------------------------------------------------------------------------
Dienstag, 27.09.11:

Heute morgen drastisch anderer Anblick des morgendlichen Himmels - Wolken waren aufgezogen. Und es herrschte zum ersten Mal leichter Wind und die Inversionsschicht war weg. Das ergab etwas sanftere Bedingungen, aber immer noch ist die Thermik stark ausgeprägt. Man muss im Zeitflug z.B. sehr aktiv aus dem Sinken verschwinden, will man sich nicht plötzlich unten wiederfinden.

Ich glaube es war heute, dass Kyle als nach mir startender an der ersten B verwendete. Danach flog er aber eine 15.04 und Kunzi war mit 16.8 s langsam.
Zwischen den beiden entwickelt sich ein Rennen um Platz drei und wir hoffen, dass es positiv ausgeht.

Martin fliegt voll auf Angriff und hatte gute Thermik, was er zu einer 13.86 umsetzen konnte. Glücklicherweise bei mir auch gute Bedingungen, so dass ich mit einer 14.77 kontern konnte. David Klein ließ in Thermik einen angesichts seiner Null aus Runde 1 viel zu eng geflogenen Speed raus, der zu einer 14.98 führte.

Der Speed heute nachmittag dank hereinziehender Wolken dann in etwas gleichmäßigeren Bedingungen. Musste hier etwas an der zweiten B schnippeln, um schneller als Martin bleiben zu können. Auch Michi war mit 15.38 mal wieder schneller unterwegs.

Im Zeitflug von Runde 11 wurde es plötzlich wieder richtig diesig und die kurz sichtbaren Berge am Horizont verschwanden. Aber der Boden war noch warm genug und man konnte die Zeit recht locker schaffen.

So langsam zehrt die harte Woche doch an der Kondition und wir werden aufpassen müssen, dass uns jetzt in der heißen Schlussphase keine Fehler passieren...

Ergebnisse -->

Bis bald, Andreas

------------------------------------------------------------------------------------------
Montag, 26.09.11:

Hmm, ein eher schwarzer Tag heute... Der zunehmend abtrocknende Boden und eine sehr starke Inversion sorgen für extrem schwierige Bedingungen in allen Aufgaben.

Die Schlagfrequenz der Aufgaben ist sehr hoch und es fällt schwer, sich genau an die einzelnen Flüge zu erinnern. Mir ist noch mein Streckenflug gegen Tom Kiesling in Erinnerung, in dem ich nach dem Ausklinken versehentlich eine zeitlang in Startstellung herumgeflogen bin. Was dazu führte, dass ich mit 40 m weniger Höhe in den Kurs ging. Aber die Aufholjagd war ganz gut und hat noch für 24/26 gereicht. Damit ist aber jetzt die 20/21 von Kyle's Harakiri-Flug über den Häusern im Ergebnis drin.

Zu morgendlicher Stunde noch nicht ganz entschlusskräftig, soff ich wie Kunzi auch im Zeitflug ab. Zu lange an der falschen Stelle zu fliegen wurde sofort hart bestraft.

Martin hatte einen Zusammenstoß im Streckenflug mit Jason Weber und bekam das Leitwerk abgetrennt. Im Rückenflug mit Butterfly den Flieger halbwegs unter Kontrolle, kam er glücklicherweise auf der anderen Seite des Sees runter. Permanent im Einsatz, konnten wir nicht selbst suchen gehen. Aber Jenny (Model Sports Assistant Director, mitverantwortlich für die Organisation der WM und sehr kompetent) fuhr mit einem Suchteam hin und barg den Flieger - ein riesen Dankeschön dafür.

Bei Kunzi lief es überwiegend gut. Nur Michi konnte wieder nicht so richtig schnelle Luft im Speed abgreifen, was langsam etwas frustrierend ist.

Im Streckenflug fliegen die US-Boys mit dem Messer zwischen den Zähnen und kennen keine Gnade für ihre Flieger. Wie sie es von ihren heimischen Verhältnissen wohl eher gewohnt sind, gehen sie aktiv der Thermik hinterher, egal wie weit über die Häuser und Straßenlampen das führt.

Kyle hatte bei seinen Zeitflügen sicher verdammt viel Glück, aber er hat auch wirklich Können. Einmal konnte er sich gerade noch aus ca. 30 m über der südlichen Straße hochkurbeln und das andere mal etwas Hangflug am ca.
300 m weit entfernten rot-weißen Gebäude betreiben. Das waren neben den Streckenflügen schon sehr spannend anzusehende Flüge, die auf jeden Fall Respekt verdienen.


------------------------------------------------------------------------------------------
Sonntag 25.09.11:

Der heutige Tag hatte einiges zu bieten, was die Wetterbedingungen angeht.
Bei der Wiederholung meiner Streckenfluggruppe 3 von Runde 3 herrschte noch fast absolute Windstille. Nur eine ganz leichte Tendenz zu Südostwind war in der Höhe vorhanden, während am Boden Nordwind herrschte. John Skinner als einziger ernst zu nehmender Gegner hatte den Reflight eigentlich gar nicht gewollt und war mit dem vorigen Ergebnis zufrieden. Aber Roman wollte alles korrekt haben und nicht mit sich reden lassen. Die Konkurrenz hatte Probleme mit dem Starten und kam nicht rechtzeitig in die Strecke. John wird bei der drastischen Verschlechterung auf 23/15 nicht so gut drauf zu sprechen sein.

Wenn meine Erinnerung noch richtig ist, dann folgte der Zeitflug. Plötzlich wurde der Wind eingeschaltet und es gab sehr großflächiges starkes Tragen.
Aber es waren gefährliche Bedingungen. Zu lange im Abwind unterwegs, fand man sich ganz schnell unten wieder. John Skinner bespielsweise soff neben ein paar anderen richtig ab. Kunzi fand noch den rettenden Bart in 80 m Höhe. Pech bei Martin - den ersten Start verkippelt, riss das nagelneue Sicherheitsseil nach 50 m unverhofft auf der Trommel und wir mussten mit -10 s gegen die Rahmenzeit fliegen.

Danach flogen wir Speed Runde 4. Die ersten Starter waren vielleicht minimal benachteiligt, aber aufgrund des kleinen Teilnehmerfeldes machte es bisher eigentlich nicht viel aus, dass wir nicht in inverser Reihenfolge fliegen.
Zeiten um die 17 s markierten den Standard. Japan fuhr leider bei einem Abriss an der B-Linie, nach welchem der Flieger über die Sicherheitslinie taumelte und dann einschlug, -300 Punkte ein.

Deutlich unangenehmer für uns, dass die folgenden Streckenflüge bei Michi nicht so gut liefen. In den doch sehr sehr schwierigen Bedingungen mit relativ schnell durch den Kurs ziehenden heftigen Auf- und Abwinden konnte er mit Tom Kiesling nicht ganz mithalten und verlor 27/30. Andreas konnte sich mit Nachstart glücklicherweise über die Gruppe setzen und den Tausender holen. Martin teilte gegen John Skinner mit 30/27 aus, bei mir reichte es für eine vor.

Direkt im Anschluss folgte Strecke 5. Es ist ganz schön frappierend, wie sehr man bestraft wird, wenn man mal 50 m neben dem Tragen fliegt oder etwas zu früh oder spät dran ist. Die Aufwind-Zonen (meist über den breiten
Asphaltstraßen) sind oft sehr schmal. Martin und ich flogen jeweils Patt.
Kunzi konnte seine Gruppe auch gewinnen. Graig Goodrum scheint seinen Jet-Lag los zu werden und läuft langsam zu Hochform auf.

Im Speed von Runde 5 hatte der Wind wieder etwas abgenommen und der Zusammenbruch der Thermik setzte heute etwas früher ein. Relativ gleichmäßige Luft also, in der es schwer fiel, unter 16 s zu bleiben. Das gelang Martin, Kunzi und mir. Aber die Amerikaner holen jetzt etwas auf, seit leichter Wind ihre Fehlanpassung der Winden etwas reduziert.

Rechtzeitig vor dem Einsetzen der Dunkelheit schafften wir noch den Zeitflug. Gemütliches Abgleiten in Abendthermik machte diesen zu einer Lande-Aufgabe.

Schauen wir mal, wie es morgen weiter geht. Da die anderen Teams tendenziell besser werden, heißt es aufpassen, dass keine größeren Fehler mehr passieren...

Bis bald, Andreas
------------------------------------------------------------------------------------------
Samstag, 24.09.11:

Heute morgen wurde der Zeitflug von Runde 2 noch vollendet. Glücklicherweise hatte der etwas ausgeprägtere Smog nicht so drastische Auswirkungen auf die Thermik, wie zunächst befürchtet. Zumindest von uns konnten alle die Zeit vollfliegen. Martin rutschte aber leider über den Punkt hinaus.

Der anschließende Zeitflug von Runde 3 war nicht viel einfacher. Kyle Paulson schien hier etwas Zeit liegen gelassen zu haben. Der Boden wird immer trockener und damit härter, so dass das Landen komplizierter wird.

Weil heute Samstag ist, sind plötzlich Unmengen von Zuschauern am Platz.
Auch eine ganze Horde von Schulkindern nahm Aufstellung am östlichen Platzende und beobachtete begeistert das Geschehen. Nicht ganz so gut war da der Einschlag eines am Seil ausbrechenden Modells in das große Zelt hinter den Kindern... Zum Glück war aber nichts passiert und alle waren mit dem Schrecken davon gekommen.

Wir fingen dann noch den Streckenflug an. Kunzi fand nicht den richtigen Strich und hatte eine weniger. Bei mir schöne Thermik, die wieder zu sehr vielen Strecken reichte (32/~29 von John Skinner). Aber die Gruppe muss wohl wiederholt werden, weil ein Chinese in den B-Peiler geflogen war und ihn teilweise umgerissen hatte. Michi und Martin kommen morgen dran.

Wir machten uns dann aber auf den Weg zur Eröffnungsfeier der CIAF zum Lake Xueye. Und was soll man sagen - schon beeindruckend, was hier auf die Beine gestellt wurde! In Kombination mit der feierlichen Vorstellung des FAI-Abgesandten und vieler weiterer Offizieller mit Präsentation im Fernsehen heute morgen, dem roten Teppich am Eingang zum Flugfeld und der nun fast kompletten Umbauung des Platzes mit Werbetafeln hat das wohl den letzten Skeptiker überzeugt, dass diese WM von nationalem Interesse für China ist. Und es werden dementsprechend keinerlei Kosten und Mühen gescheut!

Schon die Anfahrt zum Veranstaltungsgelände war eine Erfahrung für sich. Bei dem großen Besucher-Ansturm (geschätzt >10000 Besucher) entwickelte sich etwas Stau. Wann immer es ging, fuhr unser Busfahrer schmerzfrei mit Warnblinker auf der Gegenfahrbahn, um noch ein paar Hundert Meter herauszuschinden. Aber das scheint hier nicht unüblich zu sein - das begleitende Hup-Konzert ist jedenfalls Standard.

Wir saßen auf effizient an den Berghang oberhalb des Stausees gebauten Steintreppen und warteten auf den Beginn der Show um 14 Uhr. Obwohl eigentlich am langsamsten unterwegs, war dann die abschließende Vorstellung der Ballonfahrer nach den Aerobatic-Shows, Fallschirm-Springern und
Gleitschirm- und Trike-Formationen das Spannendste an der ganzen Sache. Das etwas turbulente Talwindsystem sorgte nämlich dafür, dass einige Ballons entweder fast im Wasser landeten bzw. die Landzunge am gegenüberliegenden Ufer verfehlten und etliche Kilometer weiter vor einer Großbaustelle landen mussten...

In der Ausstellung (Airsports Exhibition China) gab es ein wenig über chinesische "Luftfahrt-Hersteller" zu sehen. Auch wenn heute etwas Zeit für's Fliegen verloren ging, war es doch ingesamt eine kulturell lohnenswerte Veranstaltung.

Schauen wir, wie es morgen weiter geht. Das Wetter soll zunächst quasi unverändert bleiben.

Bis morgen, Andreas

Ergebnisse Runde 1/2 mit Runde 3 Zeitflug -->
------------------------------------------------------------------------------------------
Freitag, 23.09.11:

Obwohl die schlechten Wetteraussichten sich wieder abgemildert haben, wurde heute schon mit der WM begonnen. Bei der morgendlichen Abfahrt mit dem Bus kamen bei uns kurz Zweifel auf, ob wir heute rechtzeitig auf dem Platz sein würden, weil der Motor mindestens fünf mal von alleine ausging. Aber nachdem er lief, schafften wir es mit leicht reduzierter Geschwindigkeit.

Bevor es mit dem Fliegen losging, wurde die WM offiziell durch die chinesischen Offiziellen und Thomas Bartovsky eröffnet.

Dann war es soweit - und ja, es ist schon ein klein wenig anders, wenn man im Hinterkopf hat, dass es sich nun um eine WM handelt. Einhellige Meinung zum Wetter heute: so windstill war es noch nie... Es war aber nicht ganz so diesig und die ersten Zeitfluggruppen hatten ganz schöne Schwierigkeiten.
Meistens fand man aber noch die rettende Thermikblase.

Weiter ging's mit Strecke und wir konnten hier sehr erfolgreich unsere 1000er einfahren. Die spannendste Gruppe hatte wahrscheinlich Martin, mit Kyle Paulson als Gegner. Beide entschieden sich für die gleiche Seite und Kyle, sichtlich unter Druck, verwendete einmal an B. So reichte es für 29 zu 26.

Im ersten Speed ziemlich laue Luft und schlechte Zeiten. Besonders ungünstig erwischte es von uns Michi, der mit einem eigentlich guten Flug nur eine 19 hinkriegte. Die tote Phase war erst bei meinem Flug unterbrochen und mit dem zweiten Start konnte ich einen Bart für eine 15.28 nutzen. Martin blieb noch mit 15.95 dran.

Deutlich schlechter allerdings die Lage für David Klein, dem leider die Rahmenzeit ausging. Tom Kiesling verwendete und Kyle reichte es nur für eine 17.40. Damit war es ein denkbar schlechter Auftakt für Team USA. Nur noch getoppt von Team Australia, wo sich eine Seitenscheibe von der Winde löste.

Im folgenden zweiten Speed teilweise extrem tote Bedingungen und Starthöhen um die 180 m, die nur Zeiten um 18 s zuließen. Aber Michi hatte nun Thermik und riss zum Ausgleich eine 15.22 runter. Nicht ganz so gut lief es bei Kunzi - schlechte Luft und nur eine 20.x. Bei mir entwickelte sich der Flug zu einem richtigen Nachstart-Krimi. Auch im dritten Start war die Höhe sehr mau, aber es reichte immerhin zu einer 17.65 (man freute sich über eine Sub-18). Bei Martin wurden die Bedingungen besser und er konnte eine saubere
16.79 fliegen.

Der Streckenflug wurde nach einer weiteren Pause begonnen. Die Bedingungen waren nach wie vor diffizil und bei Michi und Kunzi mussten wir Streckenverluste in Kauf nehmen (17/21 und 19/21). Ich konnte Dave Klein zumindest eine Strecke abnehmen. Martins Gruppe wurde wiederholt (Fehlsignale bei Graig), wobei er das Ergebnis behalten konnte. Auch im zweiten Flug änderte sich mit 22/18 wenig am vorhergehenden 23/18 der beiden.

Der abschließende Zeitflug der ersten drei Gruppen in der schon abkühlenden abendlichen Luft war wenig spannend. Selbst die Chinesen konnten aus 150 m Starthöhe die Zeit weitestgehend voll fliegen. Allerdings hatten wir durch die Reflight-Diskussion soviel Zeit verloren, dass es nur bis Gruppe 3 reichte.

Die Verpflegung ist sowohl am Platz wie auch im Hotel hervorragend. So langsam finden wir hier alle unsere Leckereien und werden wohl deutlich schwerer nach Hause kommen als wir weg sind. Aber auch wenn wir uns drei Gänge gönnen - gegen die Ess-Gelage der Chinesen ist das ein Klacks... Man muss es gesehen haben.

Morgen nachmittag werden wir vermutlich gegen 11 Uhr das Fliegen unterbrechen und zum China International Airsports Festival am Lake Xueye fahren.

Bis morgen, Andreas

Ergebnisse Runde 1 mit Speed/Strecke Runde 2 -->
------------------------------------------------------------------------------------------
Donnerstag, 22.09.11:

Morgens empfing uns absolute Windstille, die aber schnell durch einsetzende Thermik aufgebrochen wurde. Es war sehr dunstig und in den ersten Zeitfluggruppen hatte man Schwierigkeiten, den Flieger zu sehen, wenn er mehr als 500 m entfernt war. Dafür waren die Bedingungen sehr einfach und es ging eigentlich ständig irgendwo hoch.

Der Zeitflug von Runde 3 wurde weggelassen und wir setzten mit Streckenflug fort. Hier hatte Martin einen Midair mit Steve Keep beim Kreisen vor dem Einflug, als dieser auf gleicher Höhe noch in die Blase einstieg. Während Steves Fosa zerplatzte, konnte Martin noch weiterfliegen und sich den Tausender sichern. Zum Glück wurde sein Flügel innerhalb des Verbinder-Bereiches getroffen.

Im abschließenden Speed in inverser Reihenfolge recht viel thermische Variation. Bei mir stand schön der Bart links der A-Linie, in dem ich noch deutlich steigen konnte. Der Flug war gut und die 13.4x erlaubte den Sprung von 2 auf 1. Martin flog noch eine gute 15.04 und wurde Zweiter vor Michi und Andreas. Damit waren die Laiwu Open beendet und wir zogen das Modellprocessing zeitlich vor.

Im Laufe des Tages wurden an beiden Platzseiten noch große Werbetafeln aufgebaut. Überhaupt wird, wie zu erwarten, kein technischer und finanzieller Aufwand gescheut um diese WM zu einem Großereignis zu machen.
Das lokale Fernsehen ist vor Ort und viele von uns wurden auch schon interviewt.

Am Abend versuchten wir noch Windenmessungen zu machen und mehr über die Akkus herauszufinden. Die einsetzende Dunkelheit setzte dem aber ein etwas vorzeitiges Ende und nahmen den letzten Bus um 18:45.

Ergebnisse Laiwu Open

1. Andreas Herrig
2. Martin Herrig
3. Michael Seyfang
4. Andreas Kunz

weitere Ergebnisse -->
------------------------------------------------------------------------------------------
Mittwoch, 21.09.11:

Das Aufwachen fiel heute morgen schon deutlich leichter. Und beim Blick aus dem Fenster im 22. Stock unseres Hotels war sofort klar - heute wird es deutlich ruhiger werden. Windstille und ein leichter Dunstschleier waren direkt erkennbar und der Tag entwickelte sich tatsächlich sehr mediterran.

Der Beginn der Laiwu Open war wegen der nötigen Einweisung der offiziellen Helfer noch etwas holprig. Aber das Team spielte sich relativ schnell ein und wir konnten bis zum Abend Runde 2 bis auf den Zeitflug vollenden.

Von den Ergebnissen her sieht es unerwartet gut aus. Die ersten Plätze sind quasi ausschließlich von Deutschen belegt. Was aber vor allem daran liegt, dass wir alle Streckenflüge mit (teilweise deutlichem) Vorsprung gewonnen haben. Bei den tagsüber sehr schnell variablen Thermikbedingungen war da aber vielleicht auch ein bisschen Glück dabei... Abends wurde es dann gleichmäßiger, aber auch hier reichte es noch für 1000er.

Da immer noch etliche Steine im Feld liegen, versuchen wir (bzw. meistens unser bester Fänger Jens) die Flieger zu fangen. Es klappt nicht immer und erste kleinere Macken in den Flügeln sind schon zu beklagen :-( Wir sammeln fleißig weiter Steine und es wurde im Haupt-Landebereich an A- und B-Linie noch ein ca. 1500 m² großes Vlies ausgelegt.

Wir haben seit heute WLAN am Platz, könnten also theoretisch auch mal tagsüber für Updates sorgen, wenn sich eine freie Minute findet.

Bis morgen, Andreas
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dienstag 20.09.11:

Heute morgen fiel es noch etwas schwer aus dem Bett zu kommen... Nicht nur wegen der doch eher kurzen Nacht, sondern weil sich der Jetlag noch nicht ganz abgebaut hatte. Gegen neun starteten wir Richtung Flugplatz und waren etwas überrascht, dass er inmitten eines dünn besiedelten Wohngebietes bzw.
an der Stelle eines ehemaligen Industriegebäudes liegt.

Das kürzlich eingesähte Gras war zwar schon ca. 15 cm gewachsen, aber natürlich noch recht spärlich. Der Effekt des Regens der vergangenen zwei Wochen war noch deutlich in Form von Schlamm spürbar, vor allem an der Umlenkrollen-Linie.

Ein großes, dauerhaft bewachtes Zelt auf dem rundrum abgesperrten Platz beherbergt die verschiedenen Teams. Die Installation der Elektrik war gerade im Gange und wir stellten uns ein paar der bereitgestellten Tische auf - das Platzangebot im Hangar ist vergleichsweise üppig.

Das Gelände ist wegen der vielen Hindernisse relativ unübersichtlich. Vor allem auf die Laternenpfähle an den angrenzenden Straßen wird man neben den Bäumen und Häusern aufpassen müssen. Gerade im Streckenflug wird das hier wohl noch ziemlich heikel werden...

Unsere Kisten mit den Winden trafen gegen Mittag am CIAF-Zentrum ein. So konnten wir am frühen Nachmittag die Winden aufbauen und einige Starts machen. Viele andere Teams konnten auch nicht eher mit dem Fliegen beginnen.
Z.B. warteten die Franzosen noch auf ihre Kisten mit Fliegern und Winden.

Die Luft erwies sich heute als relativ turbulent, gespickt mit kleinen kurzlebigen Thermiken. Der Wind war anfangs deutlich, aber nahm im Laufe des Tages spürbar ab.

Das Essen ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr vielfältig, wird aber von einigen konservativen Gemütern mit gewisser Skepsis betrachtet ;-) Gut, Hühnchenfüsse zum Frühstück sind sicher nicht jedermanns Sache. Es ist aus meiner Sicht ansonsten aber durchaus schmackhaft und auch an das Essen mit Stäbchen kann man sich schnell gewöhnen.

Verblüffend, wie schnell es dunkel wird. Die Dämmerung setzt gegen 18:20 ein, aber 18:45 ist es schon ziemlich duster und an Fliegen keinesfalls mehr zu denken. Dementsprechend vertagten wir auch das Vermessen unserer Winden auf morgen. Beim kurzen Spaziergang durch die Straßen und Kaufhäuser nach dem abendlichen Buffet war es lustig zu beobachten, wie wir als Aliens beäugt wurden. Die Leute sind allgemein sehr freundlich und viele (Jüngere) sprechen auch gutes Englisch. Die lautstarke deutsche Ausdrucksweise ist da manchmal etwas peinlich... Aber das wird sich schon noch einspielen ;-)

Morgen soll es um 7:15 zum Platz gehen, damit wir ca. 9 Uhr mit den Laiwu Open beginnen können. Schauen wir mal, wie sich das entwickelt. Das Wetter soll zumindest weiterhin sehr sonnig bleiben und noch wärmer werden.

Bis dann, Andreas
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Montag 19.09.11

Nach knapp 9 Stunden Flug über die unendlichen Weiten der mongolischen Steppe hat das Team erfolgreich die erste Hürde genommen und ist mitsamt der Kisten heil in Peking angekommen. Wir hatten glücklicherweise viel Zeit für den Weiterflug nach Jinan eingeplant, denn das Aufgeben der Kisten am Zoll gestaltete sich dann doch etwas langwieriger. Der Zollbeamte war zunächst von unserem großen Stapel Kisten überrascht und musste den Chef rufen. Mit dem konnten wir dann aushandeln, dass wir ein Pfand in Höhe von 500 Euro cash deponieren, welches wir beim Abflug (mit allen Kisten) zurück bekommen.
Eine gewisse Skepsis, dass wir das Geld je wieder sehen werden, besteht allerdings noch. Aber lassen wir uns auf dem Rückflug überraschen...

Das Einchecken des Gepäcks für den Inlandsflug war dank der super freundlichen Unterstützung durch die nette Air-China-Bedienstete dafür umso angenehmer und zügiger. Und hier bezahlten wir keine Übergepäck-Gebühr! Man sollte für die Zukunft die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Dann nochmal kurze Aufregung bei der Abgabe der Kisten am Sperrgepäck-Schalter, weil die Sicherheitsbeamten hier in fast jede Kiste schauen wollten. Aber schlussendlich wurde alles akzeptiert.

Die geistige und körperliche Spannkraft reichte dann gegen drei nicht mehr ganz aus, um schnell zu schalten und noch einen kurzen Abstecher in die Innenstadt von Beijing zu machen. So verbrachten wir die restlichen Stunden mit der Erkundung des Flughafens und lokaler Spezilitäten, bevor wir uns gegen 18 Richtung Gate bewegten.

Nach dem kurzen Hopser nach Jinan erhielten wir wieder problemlos unsere Kisten. Allerdings mussten wir an der von Martin größere äußerliche Beschädigungen feststellen. Aber Glück gehabt - das Loch in der Seitenwand streifte den Flügel gerade nicht und auch die Leitwerke sahen ganz aus. Aber wir wurden direkt in Empfang genommen und zum bereitgestellten Bus geleitet.

Der Bustransfer ins Hotel zog sich aufgrund der gleichzeitig mitgenommenen und vorher abgesetzten Fallschirmspringer-Mannschaft und Kunstflugpiloten für das Airsports Festival etwas in die Länge. Aber gegen 23 Uhr Ortszeit kamen wir schließlich in Laiwu an. Das XinBai Hotel macht einen hervorragenden Eindruck und wir bekamen sogar noch leckere Nudeln. Aufgrund der ersten Berichte australischer Kollegen dürfen wir allerdings gespannt sein, was das Flugfeld ab morgen mittag bereit zu halten weiß...

Jetzt versuchen wir erstmal zu schlafen (was gerade nicht mehr so gut gelingen will).

Andreas H.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sonntag, 18.09.11:

Die Vorbereitungen für den Abflug hatten sich doch mal wieder etwas hingezogen und es war zumindest bei Martin und mir doch knapp geworden bis zur letzten Minute. Die Winden waren ja schon nach China geschickt worden, aber wir mussten noch weitere Kern-Aufdickungen fertigen. Das Packen der Flieger-Kisten (freundlicherweise von Gerhard Köberlein zur Verfügung gestellt), ging zwar schneller als befürchtet. Aber trotzdem zogen sich die letzten Checks, ob auch alles dabei ist, in die Länge. Nichtsdestotrotz - wir schafften es noch innerhalb des akademischen Viertels um 14 Uhr am Fliegerheim des MSC Kirchheim zu sein. Von dort aus wurde dann die Hälfte der Mannschaft freundlicherweise von Werner mit einem 9-Sitzer Richtung München gefahren.

Nachdem wir Jens aufgesammelt hatten, traf sich die gesamte Mannschaft vor dem Check-in Schalter noch rechtzeitig auf dem Münchener Flughafen. Die Aufgabe des Gepäcks und unserer sieben Flieger-Kisten gestaltete sich nicht besonders schwierig. Sehr schmerzhaft war aber, dass uns Lufthansa die volle Sportgepäck-Gebühr in Höhe von 150 Euro pro Kiste abverlangte. Für die einfache Strecke nach Peking...

Andreas H.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

16.07.2011
Team Germany setzt auf
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
12.07.2011
Team-Shirts sind verfügbar
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
08.07.2011
Tombola Aktion hinzu
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
31.05.2011
Neuigkeiten von Roman Vojtech -->
------------------------------------------------------------------------------------------------------------